Einschalige vs. zweischalige Terrakotta-Platten: die Unterschiede
Einschalig und zweischalig beschreiben den inneren Aufbau der Platte, nicht nur ihre Dicke. Dieser Artikel vergleicht beide Konstruktionsarten über die drei gefertigten Plattenfamilien hinweg.
Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit
"Einschalig" und "zweischalig" beschreiben, wie eine Terrakotta-Platte innen aufgebaut ist — nicht nur, wie dick sie ist. Der Unterschied ist wichtig, weil er bestimmt, welche Formate innerhalb welcher Familie verfügbar sind.
Einschalige Konstruktion
Eine einschalige Platte hat einen massiven, gleichmäßigen Querschnitt über die volle Dicke von 25 mm. Sie wird in zwei Formaten gefertigt: 200 × 400 × 25 mm und 250 × 500 × 25 mm. Wegen des bewusst kompakten Formatbereichs eignen sich einschalige Platten eher für Fassadenentwürfe mit einem engeren, häufigeren Fugenraster als für große, ungeteilte Plattenflächen.
Zweischalige Konstruktion
Zweischalige Platten nutzen eine gerippte oder stegartige Innenstruktur zwischen zwei Tonflächen statt eines massiven Querschnitts. Diese Bauweise ermöglicht deutlich größere Formate als bei der einschaligen Platte, in zwei Dickenstufen:
- Dünne zweischalige Platte — 18 mm: 300 × 600 mm, 300 × 900 mm, 300 × 1.000 mm, 400 × 600 mm, 400 × 800 mm, 400 × 1.000 mm.
- Robuste zweischalige Platte — 30 mm: 300 × 600 mm, 300 × 900 mm, 400 × 800 mm, 400 × 1.000 mm, 400 × 1.200 mm, 500 × 1.000 mm, 500 × 1.200 mm.
Die vollständige Vergleichstabelle steht auf der Seite Produktgruppen.
Entscheidung zwischen den beiden zweischaligen Dicken
Sobald feststeht, dass eine zweischalige Konstruktion zum vorgesehenen Format passt, bleibt die Wahl zwischen 18 mm dünn und 30 mm robust. Beide werden in überlappenden Formatbereichen gefertigt (300 × 600 mm und 300 × 900 mm existieren in beiden), sodass bei dieser Größe die Dicke und die damit verbundene Steifigkeit der Rippenstruktur den Unterschied ausmachen — nicht die verfügbare Fläche. Welche Dicke für ein bestimmtes Format, den Befestigungsabstand und die Windlastsituation angemessen ist, ist eine statische Frage, die mit dem Fassadenplaner des Projekts anhand aktueller technischer Unterlagen zu klären ist.
Was die Konstruktionsart nicht verändert
Material, Brand und Farbentwicklung sind bei allen drei Familien identisch. Jede Platte — einschalig oder zweischalig, 18, 25 oder 30 mm — wird aus feuerfestem Ton gefertigt und bei 1,180°C gebrannt, und dieselben sechs Standardfarben sowie derselbe RAL-Entwicklungsprozess gelten für das gesamte Sortiment.
Ein praktischer Weg zur Eingrenzung
Beginnen Sie beim Fassadenraster statt bei der Platte: Verlangt der Entwurf ein enges, häufiges Fugenraster in einem kompakten Modul, passen möglicherweise bereits die beiden Formate der einschaligen Platte. Verlangt der Entwurf größere Plattenflächen, wird eine der zweischaligen Familien benötigt, und die Wahl zwischen 18 und 30 mm wird zu einer statischen und konstruktiven Frage für den Fassadenplaner. Eine Projektanfrage mit Zielformat und Fassadenfläche ist der schnellste Weg zur Klärung.
Häufige Fragen
Können einschalige und zweischalige Platten auf derselben Fassade kombiniert werden?
Ein gemischtes Format muss vom Fassadenplaner in der Detailplanung gelöst werden, da Übergänge zwischen unterschiedlichen Plattendicken die Unterkonstruktion und Fugenplanung betreffen.
Ist eine dickere Platte immer stabiler?
Nicht zwangsläufig — der gerippte zweischalige Querschnitt verhält sich anders als der massive einschalige Querschnitt. Statische Vergleiche sollten auf geprüften Daten für das jeweilige Format beruhen, nicht allein auf der Dicke.